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Viele gute Gründe sprechen gegen den Bau einer solchen Hähnchenastanlage in unserem Ort. Das sind auf der einen Seite Argumente, die im Allgemeinen gegen die konventionelle Massentierhaltung sprechen – und zum anderen Gründe, die ins Besondere für unsere Region gelten. Wir nehmen keine unüberlegte Dagegen!-Haltung ein, im Gegenteil: Wir machen uns viele Gedanken darüber, was eine solche Mastanlage für unser Dorf und unsere Umwelt bedeutet. Die Investoren auch?

In Kürze:

  • Gefährdung vieler zum Wohl weniger
  • Massentierhaltung ist unökologisch
  • Gesundheitliche Gefahr durch Feinstaubbelastung
  • Bakterien, Viren und Pilze
  • Belastung durch Antibiotika
  • Geruchs- und Lärmbelästigung
  • Wertverlust der umliegenden Immobilien

Unsere Argumente gegen die Hähnchenmastanlage erklärt:

Biogasanlage, Masterrind, Höchstspannungsleitung, Windpark – es reicht!

Unsere Frage: Was kommt danach? Durch die Biogasanlage, den bereits genehmigten Betrieb der Firma Masterrind und die geplante Hähnchenmastanlage könnten sich weitere ähnliche Anlagen am Standort Hardegsen ansiedeln. Wir Bewohner sind jedoch der Meinung, dass die Verantwortlichen, letztlich der Landkreis Northeim, dem Schutz unserer Gesundheit und unserer Lebensqualität Rechnung tragen muss. Wir finden: Es reicht!

Antibiotika vom Hühnerkot ins Trinkwasser

Der Investor betont zwar immer wieder, dass Antibiotika nur auf tierärztliche Genehmigung hin und nicht zur Prävention verabreicht werden dürften – doch Fakt ist: Antibiotika werden bei einer so hohen Besatzdichte früher oder später zum Einsatz kommen und zu 90 Prozent wieder ausgeschieden. Der Kot landet dann auf den umliegenden Feldern und von da aus früher oder später in unserem Trinkwasser. Wehrt euch dagegen!

(Fein-)Staubbelastung

Es ist durch den Bau der Hähnchenmastanlage mit einer erhöhten Belastung mit Feinstaub zu rechnen. Dabei ist unerheblich, wie viel Feinstaub entsteht, denn unabhängig von der Menge gilt: Feinstaub ist immer schädlich.

Der Staub aus solchen Ställen setzt sich folgendermaßen zusammen: Futtermittelreste, Einstreumaterialien, Haut- und Federbestandteile, Exkrement-Bestandteile. Die kleinsten Partikel des Staubs dringen bis in die letzten Zipfel der Lunge vor. Atemwegskrankheiten und bei dauerhafter Belastung durch Feinstaub auch eine Verkürzung der Lebenszeit können die Folgen sein.

Bakterien, Viren, Pilze

Wir als Einwohner von Hardegsen/Hevensen sorgen uns ernsthaft um unsere Gesundheit und die unserer Kinder. Der Investor versucht, die Gefahr durch Keime zu verharmlosen. Fakt ist jedoch, dass die Stallluft zu anerkannten Berufserkrankungen wie der sogenannten „Tierzüchterlunge“ führt. Die Verbreitung und Auswirkungen von Bakterien, Viren und Pilzen durch solche Hähnchenmastanlagen sind nur schwer zu untersuchen und eine Gefährdung für die Gesundheit keineswegs auszuschließen.

Die Niedersächsische Lungenstudie etwa besagt, dass Keime der Gruppen Enterobactericeae, Streptokokken und Pasteurellen Entfernungen über 500m von ihrem Ursprungsort zurücklegen. Andere Keime sind noch in einer Entfernung bis zu 1000m nachweisbar – das betrifft unseren Kindergarten, den Biobauernhof und auch den Radwanderweg.

Geruchsbelästigung

Durch eine Hähnchenmastanlage ist mit einer Geruchsbelästigung zu rechnen. Unter anderem rechnen wir mit einer höheren Belastung durch übelriechendes Ammoniak, das durch den Mist der Tiere verursacht wird. Der Investor gibt als Hauptwindrichtung Süd-West an, womit Gerüche nicht in Wohngebiet, sondern in die Feldmark getragen werden würden. Doch diese Angabe muss stark bezweifelt werden: Unsere Daten aus dem vergangenen Jahr ergeben, dass es auch vier Monate Nord- und ebenfalls vier Monate Westwind gab.

Eine Anwohnerin aus Moringen berichtet, dass die Bewohner dort nicht einmal mehr Wäsche draußen aufhängen können. In Moringen gibt es eine Mastanlage, die mit 39.900 Tieren startete und mittlerweile auf 83.900 Tiere aufgestockt wurde. Ähnliches befürchten wir auch für Hardegsen/Hevensen.

Lärmbelästigung

Durch den geplanten und bereits genehmigten Rinderstall der Firma Masterrind wird ohnehin mit mehr Verkehr gerechnet – der könnte mit der Hähnchenmastanlage noch einmal deutlich zunehmen. Geplant sind sieben bis acht Mastdurchgänge mit jeweils 29950 Tieren – das bedeutet, dass im Jahr knapp 240.000 Hühner transportiert werden müssten.

Wertverlust

Neben den wesentlichen gesundheitlichen Argumenten kommt noch hinzu, dass alle Immobilien, die sich in der Nähe der geplanten Hähnchenmastanlage befinden, nach deren Bau deutlich an Wert verlieren könnten. Jedem, der sein Geld vermeintlich sicher in eine Immobilie investiert hat, wird so auch finanzieller Schaden zugefügt – lediglich für den Erfolg der Investoren.

Du möchtest wissen, woher wir unsere Argumente nehmen? Hier findest du alle Artikel über die Bürgerinitiative, Studien, Artikel und Videos rund um das Thema Hähnchenmastanlage.

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